Dr. Patrick Reitinger

Historische Geographie – Regionale Geographie – Geographiegeschichte

Die Geographie fasziniert mich seit meinem Studium – als Wissenschaft, die Räume nicht nur beschreibt, sondern erklärt, wie sie entstehen, verhandelt und transformiert werden. Mein Weg führte mich von den Staatswissenschaften mit den Schwerpunkten Öffentliches Recht und Soziologie zur Geographie – eine Kombination, die meine Forschung bis heute prägt. Ich interessiere mich für die großen Fragen: Wie werden Grenzen gezogen? Wer entscheidet, was eine Region ist? Und was können wir aus der Vergangenheit für die Gegenwart lernen? Diesen Fragen gehe ich im Archiv nach – aber auch draußen in der Landschaft, wo materielle Überlieferungen sichtbar machen, was Geschichte im Raum hinterlassen hat.

Die Vergangenheit als Erkenntnisressource der Humangeographie

Meine Forschung verbindet Historische Geographie, Regionale Geographie und Geographiegeschichte, um offene Fragen der gegenwärtigen Humangeographie aus einer historischen Perspektive zu beantworten. Im Mittelpunkt steht dabei, wie Räume – insbesondere Grenzräume und Peripherien – durch politische, institutionelle und wissenschaftliche Akteure in staatlichen Mehrebenensystemen konstruiert, verhandelt und transformiert werden. Empirisch arbeite ich vor allem in Mittel- und Ostmitteleuropa – zu verschiedenen Themen im Kontext der nationalstaatlichen Raumordnung der Zwischenkriegszeit über den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg bis hin zur Europäischen Integration – und nutze dabei Archivquellen aus Deutschland, Österreich und Tschechien. Methodologisch verbinde ich historisch-geographische Quellenarbeit mit Ansätzen der Politischen Geographie, der Wissenssoziologie und der Border Studies. Ziel meiner Forschung ist die konzeptionelle und methodologische Begründung einer Historischen Regionalgeographie, die historische Tiefenschärfe als Erkenntnisressource für aktuelle geographische Debatten nutzbar macht.

Schwerpunkte

Historische Geographie des 20. und frühen 21. Jahrhunderts: Grenzräume, ländliche Strukturen und regionale Identitäten im Kontext politischer Umbrüche – untersucht auf der Grundlage archivalischer Quellen aus Deutschland, Österreich und Tschechien.

Geschichte und Epistemologie der Geographie: Konzeptionelle und methodologische Entwicklungen der Regionalen Geographie und der Historischen Geographie seit dem 19. Jahrhundert – mit dem Ziel, historische Tiefenschärfe als Erkenntnisressource für aktuelle geographische Debatten nutzbar zu machen.

Regionale Geographie Mittel- und Ostmitteleuropas: Ein Laboratorium historisch-geographischer Forschung – vom Zeitalter der Extreme bis in die jüngste Zeit.

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